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Mo 20.03.2006 12:30 - Pilotprojekt "Von Aggression bis Delinquenz" gestartet
Erfurt - Neue Wege der Zusammenarbeit erproben derzeit die Landesstelle Gewaltprävention im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit und das Thüringer Kultusministerium gemeinsam mit Thüringer Schulen, Polizei und Jugendhilfe.

Straffällig gewordene Kinder und Jugendliche treten in der Schule oftmals auch als "schwierige Fälle" in Erscheinung. Um den Informationsaustausch zwischen Schule, Jugendhilfe und Polizei zu verbessern, wurde das Pilotprojekt "Von Aggression bis Delinquenz" gestartet. Ziel ist es, gemeinsam Grenzen zu setzen und gleichzeitig doch noch wirkungsvoll Chancen zu eröffnen.

"Die Arbeit an der besseren Bewältigung von schwierigen Einzelfällen in der Schule und die Arbeit an der Entwicklung eines produktiven Schulklimas sind nach Ansicht der beteiligten Fachleute keinesfalls ein Gegensatz", so berichtet Harald Kunkel, der Leiter der Landesstelle Gewaltprävention über die ersten beiden Fachveranstaltungen in der Anlaufphase des Thüringer Pilotprojektes "Von Aggression bis Delinquenz". Die mitarbeitenden Schulen nehmen gleichzeitig zwei Tage an einem Buddy-Projekt-Training teil, welches mit Unterstützung von Buddy e. V. und der Vodafone-Stiftung in Thüringen durchgeführt wird. Sie wollen dadurch Verbesserungen erreichen auf dem Weg zu einem produktiven Schulklima.

Von der Arbeit in kleinen Regionalteams aus Schule, Jugendhilfe und Polizei erwarten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Pilotprojektes, an dem sechs Thüringer Schulen teilnehmen, die Verhinderung von weiterer Straffälligkeit und eine schnellere und effektivere Reaktion auf Verfehlungen von Kindern und Jugendlichen. Projektstandorte in Thüringen sind:

- Staatliche Regelschule Wutha-Farnroda (Projektstart: 23. März 2006)
- Staatliche Regelschule "Am Kiliansberg" Meiningen
- Staatliche Regelschule "J.W. Heimbürge" Kahla
- Staatliche Regelschule Schönbrunn in Schleusegrund/OT Schönbrunn
- Staatliche Regelschule "Alfred Brehm" Jena und
- Staatliches Förderzentrum Erfurt Mitte in Erfurt

Die Laufzeit des Vorhabens ist bis zum Abschluss des Schuljahres 2006/2007 vorgesehen.

Ergebnisse, die sich für die Beteiligten als sinnvoll und nützlich erweisen, sollen nach Evaluierung dann zur Fortbildung in den Ressorts angeboten werden.

Weitere Informationen:
Landesstelle Gewaltprävention
Harald Kunkel
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit,
Werner-Seelenbinder-Straße 6
99096 Erfurt
Telefon: 0361/3798770
Telefax: 0361/3798827
Internet-Adresse: www.thueringen.de/de/kostg oder www.buddy-projekt.de

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