Am 02.+03. April 2001 wurde im Thüringer Landtag ein Schüler- und Jugendparlament durchgeführt.
An diesen beiden Tagen tauschten 88 Jugendliche ihre Klassenräume mit den Fraktionsbänken im Thüringer Landtag aus. Für den Landtagsabgeordneten der CDU,
Gustav Bergemann, nahm Vicky Schenke aus der 9. Klasse der Johannes- Dicel- Regelschule in Seebach teil.
Der erste Tag begann mit einer allgemeine Einführung im Landtag, jeder Teilnehmer konnte so vor Ort erleben, wo der für seinen Wahlkreis zuständige Abgeordnete seine Tätigkeit ausübt und was da noch alles dazugehört. Danach wurde eine Plenardebatte zu vier vorbereiteten Drucksachen mit anschließender Ausschussüberweisung durchgeführt. Im Anschluss daran fand die Beratung in den einzelnen Ausschüssen über die verschiedenen Themen statt. Ein gemütliches Beisammensein mit einer Discoveranstaltung beendete den ersten Abend. Ganz sicher sind auch neue Freundschaften geschlossen worden. Am 2. Tag wurden die erarbeiteten Ergebnisse aus den 4 Ausschüssen im Plenum diskutiert und zur Abstimmung gestellt. Die Themen dieser Anträge waren unter anderem:
· Schule der Zukunft
o Welche Vor- und Nachteile hätte eine Anpassung der gymnasialen Schullaufbahn in Thüringen auf 13 Jahre?
o Wie kann der Altersdurchschnitt der Lehrer herabgesetzt werden, damit durch jüngere Lehrer auch neue Akzente an den Schulen gesetzt werden können?
· Ausbildung fördern - Abwanderung verhindern
o Dieser Punkt enthält die Aufforderung an die Landesregierung, ein Programm für die Jugendarbeitslosigkeit vorzulegen, mit dem zusätzliche Arbeitsplätze bereitgestellt werden, um die Perspektiven der Jugendlichen weiter zu verbessern.
· Jugend fördern
o Die Jugendlichen möchten, dass eine höhere Anzahl von Stellen für "Streetworker" und Betreuer von Jugendclubs geschaffen wird, sowie die Erhöhung der Mittel, die in der Jugendförderung zur Verfügung stehen.
· Rechtsextreme Gewalt bekämpfen
o Welche Möglichkeiten bestehen, durch höhere Polizeipräsenz und vertiefende Kontrollen, die Gefahr Rechtsextremismus wirksam zu bekämpfen?
Die Jugendlichen diskutierten sehr lebhaft und konnten so Erfahrungen sammeln, wie Politik "gemacht" wird. Die Debatte im Jungparlament und ihre gefassten Beschlüsse in den Ausschüssen, werden in den zuständigen Landtagsausschüssen von den Parlamentariern beraten. Der Erfolg dieses Parlamentes lag allein schon in dem Wunsch der Teilnehmer: "Das müssen wir unbedingt wiederholen!"
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