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Mi 15.06.2005 09:00 - Bürgerpreis für demokratisches Engagement und Zivilcourage
Ministerpräsident Dieter Althaus hat heute den "Bürgerpreis des Thüringer Ministerpräsidenten für demokratisches Engagement und Zivilcourage" ausgelobt. Mit dem Preis solle das Eintreten für den Erhalt und die Stärkung der demokratischen Ordnung sowie entsprechendes couragiertes Verhalten und Handeln gewürdigt werden, so Althaus.

"Die Auseinandersetzung mit antidemokratischen Bestrebungen und extremistischen Tendenzen gewinnt größere Bedeutung. Es geht darum, Demokratie zu vermitteln und lebendig zu gestalten, demokratiefeindliche Bestrebungen abzuwehren und entsprechend vorbildliches Verhalten anzuerkennen", sagte Althaus. Der Preis sei auch eine Motivation, sich demokratisch zu engagieren und Zivilcourage zu zeigen.

Im Blick seien Aktivitäten, Aktionen und Beiträge verschiedenster Art: Initiativen und Projekte, publizistisch-journalistische Arbeiten, künstlerische Projekte und Einzelengagement. Die Auslobung, so Althaus, finde bewusst im Vorfeld des 17. Juni statt, dem Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR 1953, als Menschen für Freiheit und Demokratie demonstriert und Zivilcourage bewiesen hätten.

"Jeder kann mitmachen", rief Althaus zur Teilnahme auf. "Es geht nicht um die Würdigung ,Hauptamtlicher’, sondern um freiwilliges, ehrenamtliches, eben bürgerschaftliches Engagement." Als Beispiele nannte er bürgerschaftliches Engagement zur Verhinderung rechtsextremistischer Aufmärsche, ehrenamtliche Bemühungen um besondere historische Erinnerungsorte wie die Grenzlandmuseen, couragiertes Auftreten Einzelner zur Verhinderung politischer Gewalttaten oder lokalhistorische Arbeiten.

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Es ist möglich, sich selbst zu bewerben bzw. auf sich aufmerksam zu machen oder andere vorzuschlagen bzw. ins Spiel zu bringen. Potentielle Preisträger können Einzelpersonen sein, ebenso wie Gruppen, Schulklassen oder Vereine. Die Vorschläge sind an das Büro des Ministerpräsidenten zu richten. Die Landeszentrale für politische Bildung fungiert als Geschäftsstelle.

Die Entscheidung über den Preisträger trifft Ministerpräsident Althaus auf Vorschlag einer Jury, der Prof. Georg Machnik, der ehemalige Rektor der Universität Jena, vorsteht. Die Preisverleihung soll gegen Ende des Jahres stattfinden, möglicherweise am 9. November.

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